Die Firmengeschichte: 1847 bis heute
1847
Carl Platz wird am 16. Juli 1847 als Sohn des Landwirts Johann Baptist Platz in Engetweiler im Oberschwäbischen geboren. Als vierter Sohn der Familie hat er keine Aussicht auf Weiterführen der elterlichen Landwirtschaft. Er lernt zwei Berufe: Im Sommer den des Zimmermanns bei Rebholz im 9 km entfernt gelegenen Ort Waldsee. Im Winter, wenn es dort wenig zu tun gibt, lernt er Bierbrauer in der Brauerei in Rossberg.
1867
1867 kommt Carl Platz nach Saulgau wo er 1874 die herabgewirtschaftete Brauerei 'Zum Ochsen' kauft und damit endgültig ortsansässig wird. Noch im gleichen Jahr heiratet er Anna Maria Brauchle aus Mittelurbach bei Waldsee. Obwohl die äußeren Lebensumstände keineswegs einfach sind, lassen sich die beiden nicht entmutigen sondern verfolgen ebenso klug und energisch wie ausdauernd das Ziel, es zu etwas zu bringen.
1891
Als gelernter Zimmermann hegt er außerdem den Wunsch, den Holz-Reichtum der Gegend zu nutzen und in Saulgau ein Sägewerk zu errichten. Die Bedingungen dafür sind mehr als günstig, denn fast ein Viertel der Fläche des Oberamtes Saulgau sind Wälder, deren Wachstum durch die Bodenverhältnisse und die klimatischen Bedingungen in Oberschwaben begünstigt wird. Im Süden der Stadt Saulgau findet Carl Platz einen guten Lagerplatz mit Bahnanschluss. Zum RessourcenReichtum der Gegend und der in Aussicht stehenden guten Rentabilität eines Sägewerkes kommt noch hinzu, daß seine Gesundheit die Arbeit in der Brauerei mit den großen Temperaturunterschieden (Sudraum und Eiskeller) auf die Dauer schlecht verträgt. Seine Gastwirtschaft "Zum Ochsen" wird er trotzdem noch bis zum Jahre 1894 bewirtschaften.
1895
Carl Platz mit Frau Anna Maria geborene Brauchle. 1867 kommt Carl Platz nach Saulgau, wo er 1874 Anna Maria Brauchle heiratete. Bis in sein hohes Alter sieht man Carl Platz täglich in allen seinen Betrieben. Seine Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und seinen Betrieben war beispielhaft.
1898
Aus der Ehe entstammen zwei Kinder: Josef und Johanna. Sein einziger Sohn, Josef Platz, war im Jahre 1925 nach dreijähriger Krankheit gestorben. So fiel das Erbe Johanna zu die 1874 geboren wurde und 1898 den angesehenen Saulgauer Kaufmann Albert Drescher I heiratete. Dadurch wechselte der Namen von Platz auf Drescher. Johanna Drescher und ihr Mann Albert leiteten das Unternehmen sehr erfolgreich in der zweiten Generation.
1900
Unter der Leitung von Albert Drescher I. werden die Betriebe modernisiert. Das Sägewerk bekam ein Schnellgatter. Das Hobelwerk wurde komplett umgebaut und eine Trockenanlage integriert. Im Elektrizitätswerk wurde im Jahre 1937 eine stationäre Holzgasanlage in Betrieb genommen.
1907
1907 wurde die Ziegelei gegründet. 1908 begann mit mehr als 30 Männern die Arbeit an der neuen Dampfziegelei. Platz-Ziegel sind von besonderer Qualität und werden wegen ihrer Haltbarkeit bald zahlreich eingesetzt. Der Bahnhof in Friedrichshafen, das Elisabethenkrankenhaus in Ravensburg und das Landeskrankenhaus in Weißenau wurden damit gebaut.
1917
Die Eheleute Albert und Johanna Drescher, geborene Platz, mit Ihren Kindern: Karl, Albert, Claudius, Anna und Hans. A. Drescher I. kommt 1938 bei einem Autounfall ums Leben. Seine Frau übernimmt mit den Söhnen Karl, Albert und Claudius die Leitung des Unternehmens. Die Geschäftsleitung sowie die Leitung des Sägewerks übernimmt der 1900 geborene Sohn Albert Drescher II.
1933
In diesem Jahr heiratet Albert Drescher II. Maria Götz. Im Jahre 1933 heiratete Albert Drescher II. Maria Drescher geborene Götz aus der renommierten Brauerei Götz in Scheer. Albert Drescher II. übernimmt immer mehr Verantwortung für die wachsende Belegschaft seiner Werke, denen viele Mitarbeiter bereits seit 20, 30 oder 40 Jahren angehören. Mit der Einrichtung einer Gefolgschaftshilfe für die Mitarbeiter wird allen Mitgliedern eine zusätzliche Einkommensquelle im Alter gesichert.
1944
Die Familie Albert Drescher II: Die Fotographie zeigt die Eheleute Albert und Maria Drescher geborene Götz mit ihren drei Kindern, nämlich Gerhard, Christa und Magret im Kriegsjahr 1944, also kurz vor Kriegsende.
1952
Platz entwickelt 1952 die erste Spanplatte Deutschlands. Bei der Produktion der Hohlblocksteine entsteht die Idee, Hobelspäne und Holzreste aus dem Sägewerk weiterzuverarbeiten: 1952 formt und preßt man bei Platz die ersten Spanplatten der Bundesrepublik.
1955
Ein Blick auf das Sägewerk um 1955. Das Foto zeigt eine Rundholzanlieferung aus oberschwäbischen Wäldern.
1967
Das Unternehmen Platz wird 75 Jahre. Das Bild zeigt Albert Drescher II. bei seiner Ansprache.
1974
Mit dem Eintritt von Gerhard Drescher in das Unternehmen im Jahre 1959 wird der Hausbaugedanke neu aufgegriffen. Die Entwicklung des Fertighausmarktes vollzieht sich dynamisch. Im Jahre 1973 feiert die Firma Platz mit 183 Mitarbeitern 137 Häuser. Am 24. Oktober 1974 stirbt der Senior-Chef Albert Drescher II., dessen ganzes Planen und Arbeiten bis dahin seiner Familie und seinem Unternehmen gewidmet gewesen war.
1978
1978 gelang der Clou Holzbalkendecke. Die Firma Platz erfindet die Clou Holzbalkendecke. 70 % aller Bauaufträge werden mit dieser Decke ausgeführt. Bis heute hat prägt diese Holzdecke die Qualität der Platz-Häuser sehr stark.
1980
Luftaufnahme um 1980: Die Fertighaus Produktion wächst weiter an.
1981
Platz leistet Erdbebenhilfe in Süditalien: Die Firma Platz beteiligt sich an der Erdbebenhilfe für Italien. Angetrieben durch die italienischen Gastarbeiter werden „nebenher” Häuser für Italien produziert.
Im selben Jahr vernichtet ein Großbrand das Hobelwerk. Am 30. Dezember fallen die Hobelei und die angrenzenden Werkshallen einem Großbrand, verursacht durch Brandstiftung, zum Opfer. Der Gesamtschaden betrug 4,5 Mio DM.
1982
Bau eines neuen Hobelwerks: Im Jahre 1982 investierte die Firma Platz in ein neues Hobelwerk und neue Trockenkammern. Die Unternehmensgruppe Platz entwickelt sich weiter und eröffnet Anfang November einen Baumarkt auf dem Firmengelände in Saulgau.
1992
Die Firma Platz wird 100 Jahre: Mit einem Auftragsbestand von 200 Häusern entfallen auf den Hausbau 70 Mio. DM und 15 Mio. DM auf den Objektbau.
1996
Gerhard Drescher wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
1997
Als erstes Unternehmen in der Branche wurde die Firma Platz ISO zertifiziert. Stolz präsentieren die beiden Geschäftsführer Gerhard Drescher und Hans Theo Müller das TÜV Siegel.
1999
Einweihung erstes Passivhaus von Platz: Im Sommer wurde das erste Platz Passivhaus in Saulgau zusammen mit dem Außendienst feierlich eingeweiht.
2000
Einweihung Komfort Beispielhaus in Ulm
Holzpreis 2000 Baden-Württemberg
2001
Pro 7 Reportage über PLATZ Haus: Neues Komfort Beispielhaus Kleinmachnow 1. Platz bei Leserhaus-Wahl für PLATZ Haus Esprit Bad Saulgau (Foto links) Neubausiedlung Grünmättli Bilten CH.
2002
„Highlights” 2002: Baugebiet Krumme Äcker II; 110 Jahre PLATZ „Tag der offenen Tür”; Tonkunst Finale
Eröffnung neues Beispielhaus Mannheim (Foto links); „Die neue Wellness Architektur" Journalisten Event; „Vital-Energie geprüfte Wohnfühlhäuser von PLATZ”.
PLATZ Haus jetzt auch in Österreich: Eröffnung neues Komfort Haus auf der Ausstellung „Blaue Lagune” bei Wien.
2003
„Highlights” 2003: Auszeichnung „Bauherr” M. Hund; Holzbaupreis Bayern; PLATZ Vertrieb in Oberitalien; Kinderhorst in Meran; Eröffnung neues Komfort Haus Bad Vilbel (Foto links).
2004
PLATZ Wohnfühlhaus:
Neue Baureihe: Ideenhaus ALLEGRO
Neue Baureihe: Ideenhaus BELCANTO
Beispielhaftes Bauen:
Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen” der Architektenkammer Baden-Württemberg
2005
Beispielhaus Belcanto:
Eröffnung neues Beispielhaus Belcanto in Bad Saulgau
Wohnen im Study Case:
Platz entwickelt Prototyp für Studentenwerk Bodensee „Seezeit”.
Musterhaus Fellbach:
Eröffnung des neu gestalteten Musterhauses in Fellbach
Deutscher Fertighauspreis:
Deutscher Fertighauspreis des Fachschriftenverlages in Fellbach: Auszeichnung der „Stadtvilla” von Platz Haus mit dem „Golden Cube”.
Verleihung Creativ-Preis – der innovative Fertighauspreis 2007 für modulares Wohnkonzept Study Case ebenfalls durch den Fachschriften Verlag in Fellbach.
2007
Bungalow:
Neue Baureihe „Bungalow” – Wohnen auf einer Ebene
2009
Das Traditionsunternehmen Platz Haus wird von den Familienunternehmen Fuchs und Huber übernommen. Reinhard Fuchs und Fritz Huber leiten seit dem 05. März die Geschicke der neuen Platz Haus 21 GmbH.


